Elterngeldrechner

Elterngeldrechner

Mit unserem Elterngeldrechner haben Sie als Eltern (oder auch sorgeberechtigte Pflegeeltern) eine Möglichkeit, Ihr zustehendes Elterngeld mit wenig Aufwand zu berechnen. Seit dem Jahr 2013 wird dazu das Bruttoeinkommen (abzüglich aller Steuern und Sozialabgaben) als Grundlage genommen, vorher war es das reine Nettoeinkommen.

Um Ihr eigenes Elterngeld zu berechnen, geben Sie alle erforderlichen Angaben ein. Dazu zählt, wer Elterngeld beantragt (Mutter, Vater, beide Elternteile) und auch, ob weitere Kinder (mit Alter) im Haushalt leben. Ebenso müssen Sie Mehrlingsgeburten angeben, die für einen Bonus sorgen. Ihr monatliches Einkommen (aus dem Jahr vor der Geburt) ist zur Berechnung des Elterngeldes ebenfalls anzugeben. Wird Ihr Kind beispielsweise im Mai 2017 geboren, ist Ihr Einkommen aus dem Jahr 2016 entscheidend.

Im Anschluss ermittelt unser Elterngeldrechner Ihr monatlich zustehendes Elterngeld. Entscheiden Sie sich für das Elterngeld Plus, kann Ihr Bezugszeitraum verdoppelt werden. Ihr monatlich zustehender Betrag wird dann allerdings halbiert.

Elterngeld berechnen – die Grundlagen

Das Elterngeld beträgt monatlich zwischen 300 und 1.800 Euro. Beim Elterngeld Plus werden monatlich zwischen 150 bis 900 Euro ausgezahlt, dafür verdoppelt sich der Bezugszeitraum. Wie viel Elterngeld den Eltern eines Kindes dabei zusteht, hängt vom Einkommen im Jahr vor der Geburt ab. Zwischen 65 und 67 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens (abzüglich Steuern & Sozialabgaben) werden regulär als Elterngeld gezahlt. Bei Geringverdienern kann dieser Satz allerdings auch bei bis zu 100 Prozent liegen.

Als Grundlage für das Elterngeld dient das Bruttoeinkommen, sodass es je nach Verdienst ein unterschiedlich hohes Elterngeld geben kann. Vom Einkommen im Jahr vor der Geburt wird hierzu ein Mittelwert errechnet, der Aufschluss über das Elterngeld gibt, das am Ende gezahlt wird.

Bonus für Geschwister und Mehrlingseltern

Eltern, die neben dem Neugeborenen auch noch weitere Kinder haben, können unter Umständen von einem Geschwisterbonus profitieren. Ist beispielsweise ein weiteres Kind unter drei Jahren in Ihrem Haushalt, wird bis zu dessen dritten Geburtstag ein Bonus von zehn Prozent auf Ihr Elterngeld gewährt. Bei einem geringen monatlichen Elterngeld, so zum Beispiel bei dem Sockelbetrag von 300 Euro, liegt der monatliche Geschwisterbonus jedoch mindestens bei 75 Euro monatlich.

Ob der Geschwisterbonus zusteht, hängt vom Alter und der Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder ab. Bei zwei Kindern sollte das Geschwisterkind nicht älter als drei Jahre sein. Gültig ist dieser auch, wenn zwei weitere Kinder unter sechs Jahren in Ihrem Haushalt leben. Nach einer Zwillings- oder Mehrlingsgeburt wird neben dem zustehenden Elterngeld für jeden weiteren Mehrling der Sockelbetrag von 300 Euro zusätzlich gewährt.

Sollten Sie zu den Mehrlingseltern zählen erhalten Sie zudem einen Bonus, der bei 300 Euro je zusätzlichem Kind liegt. Wenn Sie zum Beispiel Drillinge geboren haben, erhalten Sie zusätzlich zum regulären Elterngeld also einen Bonus in Höhe von 600 Euro monatlich.

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Ganz allgemein haben Eltern Anspruch auf Elterngeld, die Elternzeit nehmen und das Kind in dieser Zeit eigenständig betreuen. Elterngeld wird aber auch an folgende Personen gezahlt, wenn diese das Sorgerecht für ein Kind haben:

  • Pflegeeltern
  • Adoptiveltern
  • Großeltern
  • ..

Weiterhin besteht der Anspruch nur, wenn der betreffende Elternteil in Elternzeit weniger als 30 Wochenstunden arbeitet. Wenn Sie in der Elternzeit arbeiten, kann sich der Anspruch auf Elterngeld zudem reduzieren.

Elternteile, die im Jahr vor der Geburt mehr als 250.000 Euro verdient haben, haben keinen Anspruch auf Elterngeld. Das gilt auch für Elternpaare, die gemeinsam mehr als 500.000 Euro verdient haben.

Wie hoch ist das monatliche Elterngeld und wie lange wird es gezahlt?

Wie lange wird Elterngeld gezahlt?

Der reguläre Zeitraum, in dem Elterngeld bezogen werden kann, beträgt 12 Lebensmonate des Kindes. Ein Lebensmonat gilt jeweils ab dem Tag der Geburt bis zum Folgemonat, einen Tag vor dem Geburtsdatum. Wenn beispielsweise ein Kind am 05. November geboren wird, gilt als erster Lebensmonat der Zeitraum vom 05. November bis zum 04. Dezember. Wenn die Eltern die Partnermonate in Anspruch nehmen, verlängert sich die Dauer des Bezugs von Elterngeld auf insgesamt 14 Monate. Auch Alleinerziehende haben einen Anspruch auf Elterngeld von insgesamt 14 Monaten.

Wählen Sie das Elterngeld Plus, verdoppelt sich Ihr Bezugszeitraum entsprechend. So kann der Elternteil, der Elterngeld bezieht, im Antrag festlegen, ob der Bezugszeitraum von 12 auf 24 Monate ausgedehnt wird. Dann wird das Elterngeld für die Dauer des Bezugszeitraums halbiert. Bekommt eine vorher nicht erwerbstätige Mutter beispielsweise den Sockelbetrag von 300 Euro, werden bei einem Bezugszeitraum von 24 Monaten jeweils nur 150 Euro monatlich ausgezahlt. Am besten Sie legen Ihren Elterngeld Zeitraum exakt genau zu Ihrer Elternzeit, so können Sie Einkunftslücken clever umgehen!

Der Bezug von Mutterschaftsgeld oder anderweitigen Ersatzleistungen in den ersten beiden Lebensmonaten des Kindes wird auf das Elterngeld angerechnet. Je nach Höhe des Mutterschaftsgeldes fällt somit die Zahlung des Elterngeldes für die ersten beiden Monate ganz weg oder es wird nur ein verminderter Betrag ausgezahlt. Das volle Elterngeld wird im Anschluss an die ersten 8 Wochen nur noch für 10 weitere Monate ausgezahlt. Aus finanziellen Gründen kann es deshalb sinnvoll sein, die Partnermonate direkt nach der Geburt zu nehmen, damit die Eltern neben der Zahlung von Mutterschaftsgeld auch noch in den Genuss des Elterngeldes des anderen Elternteils kommen. . Es ist aber genauso möglich, das Elterngeld für die Partnermonate für den 13. und 14. Lebensmonat des Kindes zu zahlen.

Wie viel Elterngeld wird gezahlt?

Das Elterngeld beträgt in der Regel 67 Prozent des bisherigen Einkommens, welches der Antragsteller in den letzten 12 Monaten vor der Geburt erzielt hat. Um das maßgebliche Netto-Einkommen zu berechnen, werden die Abzüge für Steuern und Sozialabgaben pauschaliert. Dies gilt sowohl für abhängig Beschäftigte als auch für Selbstständige. Für letztere wird somit die Berechnung des Elterngeldes vereinfacht.

Durch diese vereinfachte Berechnung soll die Verwaltung entlastet werden und die Elterngeldanträge somit schneller bearbeitet werden. Das Bundesministerium für Familie geht davon aus, dass es zu keinen nennenswerten negativen Belastungen für die Familien kommen wird. Hochrechnungen gehen jedoch von 5 bis 8 EUR weniger im Monat aus. Darüber hinaus werden diejenigen stärker belastet, die vorher Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hatten. Diese werden nun nicht mehr berücksichtigt. Dadurch würde sich das Elterngeld durchaus maßgeblich verringern.

Hingegen basiert die Ermittlung auf den durchschnittlichen Bruttoeinnahmen der letzten zwölf Monate, wobei die Steigerung des tatsächlichen Lohnsteuerabzugs nicht berücksichtigt wird. Dadurch steigt das Elterngeld wiederum.

Bonus für Geringverdiener

Geringverdiener erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen höheren Prozentsatz des bisherigen Einkommens. Das ist dann der Fall, wenn das monatliche Einkommen unter der Geringverdienergrenze von 1.000 Euro liegt. In einem solchen Fall wird der monatliche Prozentsatz in kleinen Schritten angehoben. Berechnet werden 0,1 Prozentpunkte pro 2 Euro monatlicher Differenz zwischen dem tatsächlichen Einkommen und der Geringverdienergrenze. Ein Elternteil, der vor der Geburt des Kindes ein Einkommen von 800 Euro erzielt hat, liegt 200 Euro unter der Geringverdienergrenze. Werden hieraus die Prozentpunkte berechnet, ergibt sich ein Aufschlag von 10 Prozent auf den monatlichen Prozentsatz. Der Elternteil erhält nicht Elterngeld in Höhe von 67 Prozent des bisherigen Einkommens, sondern es werden 77 Prozent aus dem bisherigen Einkommen berechnet. Dies wird auch als Geringverdienerbonus bezeichnet. Liegt das monatliche Einkommen sehr niedrig, erhält der Antragsteller möglicherweise nur den garantierten Sockelbetrag von 300 Euro monatlich, der auch nicht erwerbstätigen Eltern zusteht.

Hatte die Mutter während der Schwangerschaft Verdienstausfälle aufgrund von Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit zu verzeichnen, werden diese Zeiträume für die Berechnung des Elterngeldes nicht herangezogen. Hat die Schwangere beispielsweise für insgesamt 2 Monate kein Gehalt bezogen, werden die zwei vor den zwölf vor der Geburt liegenden Monate bei der Berechnung des Elterngeldes mit berücksichtigt.

Elterngeldberechnung für Selbstständige

Auch Selbständige haben ein Anrecht auf den Bezug von Elterngeld. Dieses beträgt 67 Prozent des bisherigen monatlichen Gewinns, nachdem die zu entrichteten Steuern und eventuelle Beiträge zu Sozialversicherungen abgezogen wurden. Maßgeblich für die Berechnung des Elterngeldes ist der letzte aktuelle Steuerbescheid, sofern dieser Steuerbescheid auf der Grundlage eines kompletten Veranlagungszeitraums ergangen ist und der Antragsteller in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes diese selbständige Tätigkeit ausgeübt hat. Liegt ein aktueller Steuerbescheid noch nicht vor, hat der Antragsteller die Möglichkeit, den Steuerbescheid aus dem vorangegangenen Veranlagungszeitraum sowie eine Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanzen vorzulegen, aus denen der monatliche Gewinn hervorgeht. Der aktuelle Steuerbescheid muss dann nachgereicht werden. Wie bei den Arbeitnehmern bleiben Monate, in denen aufgrund von Krankheitsausfällen während der Schwangerschaft kein Gewinn erzielt wurde, unberücksichtigt. Es werden die vor dem 12-Monats-Zeitraum liegenden Monate entsprechend zur Berechnung des Elterngeldes mit herangezogen.

Eltern, die Elterngeld beziehen, dürfen während des Bezugszeitraumes einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Die Stundenzahl pro Woche darf nicht mehr als 30 betragen. Das durch die Teilzeitbeschäftigung erzielte Einkommen wird bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt. Es wird ein entsprechend reduziertes Elterngeld gezahlt.

Hier finden Sie einen weiteren Elterngeldrechner:

Einen weiteren und ausführlichen Elterngeldrechner finden Sie beim Bundesministerium für Familie, Senorien, Frauen und Jugend: familien-wegweiser.de.

Nähere Erläuterungen zur Höhe und Berechnung des Elterngeldes enthält die Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie kann entweder im PDF-Format heruntergeladen oder als Druckversion kostenlos bestellt werden. (http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=89272.html).

Ändern sich die Lebensumstände während des Bezugs von Elterngeld (zum Beispiel Aufnahme einer Teilzeittätigkeit, Gehaltsänderungen, Erhöhung der Wochenstunden o.ä) müssen diese Änderungen der Elterngeldstelle unverzüglich mitgeteilt werden, damit das Elterngeld eventuell neu berechnet werden kann. Wird dieser Mitteilungspflicht nicht nachgekommen, müssen Eltern das zu viel gezahlte Elterngeld zurückzahlen. Darüber hinaus kann ein Bußgeld von bis zu 2.000 Euro festgesetzt werden. Ein strafrechtliches Verfahren ist nicht auszuschließen.