Elterngeldantrag - beantragen Sie Ihr Elterngeld richtig

Elterngeldantrag Vorlage zum Ausfüllen
Der Elterngeldantrag ist für den Erhalt von Elterngeld in jedem Fall erforderlich. Elterngeld steht zwar grundsätzlich allen frisch gebackenen Mamas und Papas zu, dennoch muss man dabei einige Bedingungen erfüllen und beachten. Wir informieren Sie wie, wo und wann Sie das Elterngeld beantragen müssen. Mit diesem Ratgeber sind Sie bestens informiert – sodass nach Ihrem Antrag das Elterngeld auch gezahlt wird.

So funktioniert der Antrag auf Elterngeld

Der Elterngeldantrag wird nach der Geburt in schriftlicher Form gestellt. Es gibt hierfür entsprechende Formulare & Vordrucke, die sich je nach Bundesland unterscheiden können. Der Elterngeldantrag für Berlin kann somit Unterschiede zum Elterngeldantrag in Niedersachsen haben – auch für Hessen, Rheinland-Pfalz und alle anderen Bundesländer gibt es jeweils eigene Anträge. Eltern sollten hierbei auf jeden Fall darauf achten, den richtigen Elterngeldantrag zu verwenden – andernfalls kann dies bei der Bearbeitung und Bewilligung vom Elterngeld zu Problemen und Verzögerungen führen. Bei uns stehen die Vordrucke für das Elterngeld zum Download und zum Ausdrucken bereit, sie können aber auch bei der jeweiligen Elterngeldstelle abgeholt oder angefordert werden.

Um Elterngeld zu erhalten, muss von jedem Elternteil ein eigenständiger Elterngeldantrag gestellt werden. Beide Elternteile müssen den Antrag auf Elterngeld unterschreiben. Hat nur ein Elternteil das Sorgerecht, reicht die Unterschrift des Sorgeberechtigten aus. In jedem Fall müssen im Vordruck zahlreiche Angaben gemacht werden. Neben der eigenen Adresse und den Kontaktdaten bezieht sich dies auch auf die Beziehung zum Kind (auch Pflege- oder Adoptiveltern können Elterngeld beziehen!). Weiterhin muss aber auch das eigene Einkommen vor der Elternzeit offengelegt werden. In aller Regel fordern die Elterngeldstellen zur endgültigen Bearbeitung auch entsprechende Gehaltsnachweise an, mit denen Mutter oder Vater ihre Einkommenshöhe belegen müssen.

Wo wird der Elterngeldantrag gestellt?

Für die Auszahlung des Elterngeldes ist der Bund verantwortlich. Je nach Bundesland können jedoch unterschiedliche Stellen mit der Abwicklung der Anträge und der Auszahlung des Eltergeldes betraut sein. In vielen Fällen sind das die Landkreise. Manchmal werden die Elterngeldstellen auf bestimmte Behörden oder auf die Kommunen verlagert. Welche Elterngeldstellen für die jeweiligen Bundesländer zuständig sind, können Eltern unter anderem auf dieser Seite erfahren: Elterngeldstellen. Die Antragsformulare der einzelnen Bundesländer stellen wir nachfolgend zur Verfügung. Diese können Sie bereits vor der Geburt ausdrucken und bis auf wenige Daten vorbereiten.

Elterngeldantrag der einzelnen Bundesländer

Die Formulare für den Elterngeldantrag kann man hier entsprechend des eigenen Bundeslandes herunterladen:

Wählen Sie Ihr Bundesland:

Wann muss man den Elterngeldantrag stellen?

Eine Vorbereitung des Antrags auf Elterngeld ist aufgrund einer späteren schnelleren Abwicklung sehr zu empfehlen. Beantragt werden kann das Elterngeld erst nach der Geburt des Kindes, wird aber rückwirkend maximal 3 Monate gezahlt. Wer den Antrag vorher weitgehend ausgefüllt und alle erforderlichen Unterlagen herausgesucht hat, braucht nach der Geburt nur noch die Daten des Kindes eintragen und eine Geburtsurkunde beifügen.

Welche Unterlagen werden zum Elterngeld Beantragen benötigt?

Der Antrag kann entweder persönlich abgegeben oder per Post verschickt werden. Eine Versendung per Fax oder E-Mail wird hingegen nicht akzeptiert. Damit der Elterngeldantrag möglichst rasch bearbeitet werden kann und die Zahlungen schnell erfolgen können, müssen einige Unterlagen eingereicht werden. Das erspart unnötiges Nachfragen durch die Behörde und Verzögerungen bei der Abwicklung. Dabei sind nicht nur die vollständig ausgefüllten Antragsdokumente einzureichen, auch darüber hinaus müssen Eltern einige Unterlagen bereitstellen. Neben der Geburtsurkunde des Kindes müssen folgende Unterlagen in jedem Fall beigelegt werden:

  • Geburtsurkunde des Kindes/der Kinder, für die Elterngeld beantragt wird (hierfür gibt es eine eigene Geburtsurkunde mit entsprechendem Vermerk, sie muss im Original eingereicht werden)
  • Kopien amtlicher und gültiger Ausweise der Eltern
  • Aktuelle Nachweise über das Einkommen für die letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes (Gehaltsbescheinigungen, Steuerbescheide, Einnahme-Überschuss-Rechnungen, Bilanzen, Bescheide über Arbeitslosengeld)
  • Selbständige reichen den Steuerbescheid aus dem Jahr vor der Geburt ein
  • Bescheinigung des Arbeitgebers über Elternzeit
  • Nachweise über die Höhe des ausgezahlten Mutterschaftsgeldes (wird von der Krankenkasse ausgestellt)
  • Bestätigung über eventuelle Arbeitgeberzuschüsse zum Mutterschaftsgeld (bei angestellten Arbeitnehmern)
  • Gegebenenfalls der Elterngeld Plus Antrag

Sofern der Antragsteller beabsichtigt, während des Bezugszeitraumes einer Beschäftigung nachzugehen, sind hierüber genauere Angaben zu machen. Dazu gehören Angaben über die voraussichtliche Anzahl der Wochenstunden sowie das hieraus zu erwartende Gehalt. Arbeitnehmer können sich eine Bescheinigung vom Arbeitgeber ausstellen lassen, Selbständige müssen eine Eigenerklärung abgeben, in der der zu erwartende monatliche Gewinn geschätzt werden muss.

Wie lange dauert die Bearbeitung nach dem Antrag auf Elterngeld?

Das hängt von der jeweiligen Elterngeldstelle ab, welche den Antrag bearbeitet. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie alle Unterlagen vollständig und korrekt einreichen. Wer den Antrag vor der Geburt weitgehend ausgefüllt und alle erforderlichen Unterlagen herausgesucht hat, braucht nach der Geburt nur noch die Daten des Kindes eintragen und eine Geburtsurkunde beifügen. Die Bearbeitung des Antrags geht dann wesentlich zügiger vonstatten. Der Elterngeldbescheid ergeht nach dem Antrag in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Wochen bei Ihnen ein.

Die Belege sollte man nach Möglichkeit direkt mitsenden, wenn der Antrag verschickt oder abgegeben wird. So spart man sich Rückfragen und der Elterngeldantrag kann in vielen Fällen schneller bearbeitet werden. Dennoch sollten Mütter und Väter mit mehreren Wochen Bearbeitungszeit rechnen, ehe das Elterngeld dann auch tatsächlich gezahlt wird.

Elterngeld für mehr als zwölf Monate beantragen

Möchte man das Elterngeld für mehr als zwölf Monate beantragen, gibt es hierfür zwei Möglichkeiten. Eine Option stellt das Elterngeld Plus da, bei dem die Bezugsdauer bei halbierter Auszahlung verdoppelt wird. Das Elterngeld Plus bietet die Möglichkeit, früher wieder in den Beruf einzusteigen. Wer wieder in Teilzeit arbeiten möchte, kann davon also profitieren.

Ein Beispiel:

Statt zwölf Monate lang den Mindestbetrag von 300 Euro Elterngeld zu erhalten, bezieht man dann für 24 Monate ein Elterngeld in Höhe von 150 Euro.

Das Elterngeld kann alternativ auch für 14 Monate beantragt werden. Ein Elternteil nimmt dafür zwölf Monate Elternzeit, der zweite Elternteil weitere zwei Monate. Somit wird das Elterngeld für volle 14 Monate gezahlt.

Beim Elterngeld Plus gibt es auch noch die Möglichkeit, einen Partnerschaftsbonus zu beanspruchen. Wenn beide Elternteile in vier aufeinanderfolgenden Monaten 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten, kann das Elterngeld Plus für vier weitere Monate zusätzlich gezahlt werden.

Elterngeld und Elternzeit

Wer Elterngeld beantragen möchte, muss in aller Regel auch die Elternzeit beantragen. Immerhin hat nur Anspruch auf Elterngeld, wer:

  • Sein Kind nach der Geburt selber betreut
  • Weniger als 30 Wochenstunden arbeitet
  • Mit den Kindern den Haushalt teilt
  • In Deutschland ansässig ist

Der Anspruch auf Elterngeld erlischt zudem bei Paaren, die im Jahr vor der Geburt zusammen mindestens 500.000 Euro verdient haben. In diesem Fall wird kein Elterngeld ausgezahlt.

Um Elternzeit beantragen zu können, muss man das beim Arbeitgeber mindestens sieben Wochen im Voraus bekanntgeben. Für Mütter heißt dies, dass die Elternzeit spätestens eine Woche nach der Geburt dem Arbeitgeber mitgeteilt werden muss. Die Elternzeit beginnt nämlich erst nach den acht Wochen Mutterschutz nach der Geburt. Väter müssen ihre Elternzeit in jedem Fall sieben Wochen vor Beginn dieser mitteilen – für sie gilt kein Mutterschutz.