Das Baby ist da: die wichtigsten To Dos für Eltern

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Neun lange Monate haben Mama und Papa auf Ihr Baby gewartet. Und ist der Moment der Geburt dann gekommen, dreht sich das gesamte Leben von einem auf den anderen Tag um 180 Grad. In den ersten Tagen und Wochen heißt es, sich intensiv kennenzulernen und es ruhig angehen zu lassen. Ganz nebenbei stehen aber dennoch wichtige Aufgaben an. Wer diese rechtzeitig kennt, kann vieles vorbereiten.

  1. Die Kennenlernzeit nutzen

Wenngleich der kleine Mensch bereits viele Wochen und Monate lang Bestandteil des ganz alltäglichen Lebens seiner Eltern war, verändert sich nach der Geburt viel. Nun ist da plötzlich ein sichtbares Lebewesen mit Bedürfnissen und einer ganz eigenen Persönlichkeit. Die Kennenlernzeit sollten Eltern daher für sich nutzen, um sich mit ihrem Kind vertraut zu machen und eine gute Bindung aufzubauen.

Natürlich sind auch Verwandte und Freunde dazu eingeladen, Teil der Kennenlernphase zu sein. Hier allerdings sollten Eltern bestimmen, in welchen Ausmaß Besuch erwünscht ist. Dass plötzlich die gesamte Verwandtschaft aus allen Teilen Deutschlands die Wohnung bevölkert, ist sicherlich keine angenehme Vorstellung für frischgebackene Eltern. Damit aber auch Großtanten, Patenonkels und Cousinen nicht zu kurz kommen, lohnt sich das Verschicken von Karten nach der Geburt. Meist werden die ersten schönen Fotos bereits kurz nach der Geburt geschossen.

Eines dieser Bilder können Eltern nutzen, um schöne Karten zu gestalten und diese an Verwandte zu verteilen. Nebenbei eignen sich die Karten auch als Dankeschön für die meist zahlreichen Geschenke, die dem Baby geschickt und überreicht werden.

Kleiner Tipp: Da die Zeit knapp bemessen ist, die man nach der Geburt des Kindes für sich hat, empfiehlt es sich, die Herstellung solcher Karten in die Hände von Profis zu legen. Hierfür gibt es Online einige Dienstleister wie beispielsweise Planet Cards. Diese bieten eine große Auswahl an Karten zur Geburt. Eltern können hier ihre Lieblingsdesign auswählen, individuelle Texte sowie Daten eintragen und sich diese dann versandkostenfrei schicken lassen. Wer Karten an Verwandte versenden möchte, erhält je Stück einen kostenfreien Briefumschlag, sodass nur noch Adresse und Briefmarke fehlen. Genießt also lieber die Zeit mit dem Neugeborenen und lagert alle Arbeitsschritte aus, die ausgelagert werden können.

  1. Behördengänge erledigen

Kaum auf der Welt wird das Baby bereits mit der trockenen Realität konfrontiert. Eltern müssen einige Behördengänge erledigen, um Ihrem Kind einen reibungslosen Start ins Leben zu ermöglichen. Hierzu gehören Aufgaben wie

  • einen Antrag auf Krankenversicherung stellen
  • die Vaterschaft anerkennen lassen (bei unverheirateten Paaren)
  • das Kind für den Erhalt von Geburtsurkunden beim Standesamt anmelden
  • Mitteilungen an den Arbeitgeber bezüglich Elternzeit und Geburtstermin versenden
  • sowie Kindergeld und Elterngeld beantragen.

Da die ersten Tage mit Baby meist recht stressig sind und Eltern aufgrund kurzer Nächte ohnehin erholungsbedürftig sind, können das Ausfüllen von Formularen und Vorsprachen bei Ämtern recht mühsam sein. Etwas Entlastung bietet gute Vorbereitung.

Behördliche ToDos

Vor der Geburt bleibt genügend Zeit, um behördliche Pflichten vorzubereiten.

Daher empfiehlt es sich, schon rechtzeitig vor der Geburt zu erfragen, welche Unterlagen jeweils benötigt werden. Mit Klarsichtfolien können Eltern dann einfache Stapel zusammenstellen und jeden Antrag sowie jedes Schreiben so weit wie möglich ausfüllen oder vorschreiben. Nach der Geburt müssen dann nur noch fehlende Angaben eingetragen und Dokumente wie die Geburtsurkunde hinzugefügt werden und schon sind die Unterlagen komplett.

  1. Das Haus sichern

Es scheint unvorstellbar, aber aus dem kleinen und hilflosen Säugling wird binnen weniger Wochen und Monate ein agiles, neugieriges und quirliges Baby, das seine Umgebung mit allen Sinnen erleben und erkunden möchte. Das eigene Haus oder die Wohnung können dann gefährliche Risiken bereithalten, die Eltern am besten direkt nach der Geburt beseitigen.

Zum Absichern der Wohnung sollten Eltern:

  • Steckdosen mit Sicherungen versehen
  • Kabel sicher in Kanälen oder hinter Fußleisten verstecken
  • Treppen mit Gittern an beiden Enden versehen
  • Schubladensicherungen und Schranktür-Blockaden montieren
  • gefährliche Dinge wie Messer, Medikamente, Feuerzeuge und vieles mehr außer Reichweite aufbewahren
  • lange Vorhänge entfernen (Strangulationsrisiko)
  • Zimmertüren mit einem Zufallschutz versehen
  • und Kantenschutz an Tischen oder Arbeitsplatten befestigen.

Weitere wichtige Aufgaben rund um die Absicherung ergeben sich aus dem persönlichen Umfeld. Eltern sollten daher gründlich prüfen, wo und auf welche Weise sich ihr Kind in den eigenen vier Wänden verletzen oder in Gefahr bringen könnte.

  1. Betreuung sicherstellen

Die Kinderbetreuung in Deutschland ist ein heiß diskutiertes Thema. Eltern, die bereits jetzt wissen, dass ihr Kind einmal eine Krippe besuchen soll, sollten schon kurz nach der Geburt aktiv werden. Vielerorts sind die Wartelisten so lang, dass Familien viele Monate Geduld aufbringen müssen, bis sich endlich ein freier Platz ergibt. Wer arbeiten gehen will, ist jedoch auf sichere Kinderbetreuung angewiesen.

Natürlich muss das in der eigenen Stadt nicht so sein. Am besten ist es aber, kurz bei den Verantwortlichen in Krippen und Tagesstätten anzurufen und zu fragen, ob eine sehr frühzeitige Anmeldung notwendig ist. Auf diese Weise schützen sich Eltern vor unangenehmen Überraschungen.

  1. Das Zimmer fertig einrichten

In einem Babyzimmer herrscht meist schon vor der Ankunft des Babys reges Treiben. Eltern streichen die Wände, stellen ein Bettchen auf, schrauben die Wickelkommode zusammen und sorgen für eine wohlige Atmosphäre. Das Spannende daran: All das wird nicht reichen, denn nach der Geburt zeigt sich in den allermeisten Fällen zusätzlicher Bedarf.

Babyzimmer ToDos

Im Babyzimmer wird auch nach der Geburt noch einiges verändert.

In der Praxis bedeutet das, vielleicht nochmal einen anderen Windeleimer besorgen zu müssen, die unpraktische Wickelkommode gegen einen gemütlichen Platz auf dem Boden auszutauschen oder auch einen großen Sessel für nächtliches Stillen auszusuchen. Das ist nicht weiter ungewöhnlich, denn mancher Bedarf ergibt sich erst aus der täglichen Nutzung des Zimmers.

  1. Nicht übertreiben

Nicht selten kommt es vor, dass Eltern während der Anfangszeit alles perfekt machen möchten. Wer jedoch immer gut gestylt mit sauberem Baby auf dem Arm in einer blitzblanken Wohnung selbstgebackenen Kuchen serviert und dabei seine Beziehung pflegt, als gäbe es das Baby nicht, wird sich massiv überlasten.

Stress sorgt bereits vor der Geburt für Schwierigkeiten und kann laut Ärztezeitung sogar dem Baby schaden. Nach der Ankunft des Kindes ist diese Gefahr zwar gebannt. Dennoch übertragen gestresste Eltern ihre Gefühle oft auf das Baby, das dann ebenso gereizt und nervös reagiert. Eine der wichtigsten Regeln in der Anfangszeit gilt daher, es ruhig angehen zu lassen, nicht perfekt sein zu wollen und das schmutzige Geschirr einfach mal zu ignorieren.

Bildquellen:
Tim Bish on Unsplash
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Bastien Jaillot on Unsplash
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